Online-Podiumsdiskussion: Humanitäre Krise an Europas Außengrenzen

Bild: Amnesty International / Foto: Giorgos Moutafis

HUMANITÄRE KRISE AN EUROPAS AUSSENGRENZEN – Was macht die Politik gegen die Zustände in den griechischen Flüchtlingslagern?

Online-Podiumsdiskussion am Donnerstag, den 04. Februar 2021 von 19:00 bis 20:30 Uhr auf AmnestyMeeting (BigBlueButton)

Diskussion mit:
Luise Amtsberg, der Sprecherin für Flüchtlingspolitik der Grünen-Bundestagsfraktion
Prof. Dr. Lars Castellucci, dem Sprecher für Migration und Integration der SPD-Bundestagsfraktion
Heike Hänsel, der stellvertretenden Vorsitzenden der Linksfraktion im Bundestag

Moderation von:
Franziska Vilmar, Expertin für Asylpolitik / Asylrecht im Sekretariat der deutschen Sektion von Amnesty International

Der Brand des Flüchtlingslagers Moria auf der Insel Lesbos im September 2020 schockte Europa und die Welt. Schon davor wurde viel über die schlimme Lage in dem Flüchtlingslager berichtet, in dem teilweise bis zu 20.000 Menschen hausten. Kein Schutz vor Kälte, Nässe, keine ausreichende Versorgung – kein Menschenrechtsschutz. Dazu kam dann seit Frühjahr letzten Jahres die COVID-19-Pandemie – und auch hier gab es keine ausreichenden Schutzmaßnahmen, nur eine Ausgangssperre, sodass die Menschen das Lager nicht verlassen konnten.

Nach dem Brand im Spätsommer gab es einen großen Aufschrei in den Medien, auf Social Media, auf der ganzen Welt. 11.000 Menschen wurden obdachlos. NGOs, darunter auch Amnesty International, forderten die Evakuierungen der Insel Lesbos – doch erfüllt wurde diese Forderung nicht. Stattdessen wurde ein neues Lager gebaut: Kara Tepe. Mit Zuständen, die nun teilweise schlimmer sind als in Moria: Wasser in den Zelten, keine Heizmöglichkeiten, Mangel an fließendem und warmen Wasser.

Die Bundesregierung sagte zu, 1553 Flüchtlinge von der Insel aufzunehmen – und zwar nur Familien mit Kindern, die in Griechenland bereits ihr Anerkennungsverfahren als Flüchtlinge abgeschlossen haben.

Aber Moria ist kein Einzelfall. 

Wie kann die EU und wie kann die Bundesregierung solche Zustände von Menschenrechtsverletzungen in Europa tolerieren? Welchen Standpunkt vertreten die Parteien in Bezug auf die menschenunwürdigen Zustände im Wahljahr 2021?

Kann und wird es mit einer neuen Regierung einen Kurswechsel geben?

Das und Vieles mehr wollen wir, die Amnesty Hochschulgruppe Tübingen, mit unseren Gästen am 04. Februar um 19 Uhr diskutieren.

Wenn Du Fragen einbringen möchtest, melde Dich an, um auf AmnestyMeeting (BigBlueButton) dabei zu sein oder folge unserem Livestream auf YouTube und werde in der Kommentarspalte aktiv.

Anmeldung unter anmeldung@amnesty-tuebingen.de (begrenzte Plätze)
oder Livestream auf YouTube https://youtu.be/1NMTT4y7UTY