Umweltschützer in Lateinamerika: Zwischen Engagement und Lebensgefahr

Von: Au­tor:in ist der Re­dak­ti­on be­kannt

In vie­len Län­dern La­tein­ame­ri­kas ist der Ein­satz für Um­welt- und Men­schen­rech­te zu ei­ner le­bens­ge­fähr­li­chen Auf­ga­be ge­wor­den. Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­ti­o­nen wie Am­nesty In­ter­na­ti­o­nal war­nen seit Jah­ren vor ei­nem alar­mie­ren­den Mus­ter: Wer sich für den Schutz der Um­welt ein­setzt, ge­gen öko­lo­gisch be­denk­li­che Im­mo­bi­li­en- und Berg­bau­pro­jek­te pro­tes­tiert oder Land­rech­te ver­tei­digt, wird häu­fig be­droht, kri­mi­na­li­siert oder so­gar ge­tö­tet, weil die­se Ak­ti­vi­tä­ten wirt­schaft­li­chen In­teres­sen ent­ge­genste­hen.

Um­welt­schüt­ze­rin­nen und Um­welt­schüt­zer spie­len in La­tein­ame­ri­ka eine zent­ra­le Rol­le im Kampf ge­gen Um­welt­zerstö­rung, Kli­ma­wan­del und um den Schutz in­di­ge­ner Le­bens­räu­me. Doch so un­ver­zicht­bar ihr En­ga­ge­ment ist, so groß sind auch die Ge­fah­ren, de­nen sie aus­ge­setzt sind. Be­son­ders be­trof­fen sind in­di­ge­ne Ge­mein­schaf­ten, Bau­ern, Jour­na­lis­ten so­wie lo­ka­le Um­welt­grup­pen. Oft ste­hen sie mäch­ti­gen wirt­schaft­li­chen In­te­res­sen ge­gen­über, die mit in­ter­na­ti­o­na­len Un­ter­neh­men, Re­gie­run­gen oder lo­ka­len Eli­ten ver­bun­den sind. Am­nesty In­ter­na­ti­o­nal be­rich­tet, dass Ak­ti­vis­ten nicht nur be­droht oder an­ge­grif­fen, son­dern auch kri­mi­na­li­siert wer­den. Durch Ge­richts­ver­fah­ren, Über­wa­chung oder Ver­leum­dungs­kam­pag­nen sol­len Pro­tes­te un­ter­drückt und Kri­ti­ker ein­ge­schüch­tert wer­den.

Hin­zu kommt, dass vie­le Ver­bre­chen ge­gen Um­welt­ver­tei­di­ger un­ge­straft blei­ben. Schwa­che Jus­tiz­sys­te­me und man­geln­de Schutz­maß­nah­men füh­ren dazu, dass Tä­ter oft nicht ver­folgt wer­den. Be­son­ders kri­tisch ist die Lage in Län­dern wie Bra­si­li­en, Ko­lum­bi­en, Hon­du­ras, Gua­te­ma­la und Me­xi­ko.

Erik Sa­ra­cho – me­xi­ka­ni­scher Um­welt­ak­ti­vist im Kampf um Küs­ten und Wäl­der

Erik Edu­ar­do Sa­ra­cho Agui­lar ist ein me­xi­ka­ni­scher Jour­na­list und Um­welt­ak­ti­vist, der seit vie­len Jah­ren für den Schutz von Na­tur, Bio­di­ver­si­tät und in­di­ge­nen Le­bens­räu­men in den Bun­des­staa­ten Na­ya­rit und Ja­lisco kämpft. Der in Gua­da­la­ja­ra ge­bo­re­ne 58-jäh­ri­ge Ak­ti­vist ist stu­dier­ter Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft­ler mit Schwer­punkt Um­welt­kom­mu­ni­ka­ti­on. Dies be­fä­higt ihn, Um­welt­prob­le­me verständ­lich zu er­klä­ren und ei­ner brei­ten Öf­fent­lich­keit zu­gäng­lich zu ma­chen. Schon früh en­ga­gier­te er sich für ge­sell­schaft­li­che und öko­lo­gi­sche The­men.

Die me­xi­ka­ni­sche Prä­si­den­tin Clau­dia Shein­baum sprach mit dem Um­welt­ak­ti­vis­ten Erik Sa­ra­cho nach sei­ner Ent­las­sung aus dem Kran­ken­haus. Foto: web.facebook.com/vo­ces­dena­ya­rit/posts/1594221209370229

Ende der 1990er Jah­re be­gann Sa­ra­cho sei­ne ak­ti­ve Ar­beit im Um­welt­schutz. Er grün­de­te die Or­ga­ni­sa­ti­on Ho­ja­nay A. C., die sich mit Um­welt­bil­dung und dem Er­halt von Öko­sys­te­men be­fass­te. Spä­ter folg­ten wei­te­re Ini­ti­a­ti­ven, da­run­ter die Ali­an­za Ja­gu­ar (2008) und die Ali­an­za Ja­gu­ar A. C. (2018), die sich be­son­ders dem Schutz des Ja­gu­ars wid­me­ten. Der Ja­gu­ar spielt eine zent­ra­le Rol­le für das öko­lo­gi­sche Gleich­ge­wicht der Wäl­der und Küs­ten­re­gi­o­nen Me­xi­kos. Sein Ver­schwin­den hät­te weit­rei­chen­de Fol­gen für vie­le an­de­re Tier- und Pflan­zen­ar­ten. Erik Sa­ra­cho en­ga­giert sich zu­dem im Netz­werk für Um­welt und Nach­hal­tig­keit Red­MAS, das Um­welt­kon­flik­te do­ku­men­tiert und ge­gen öko­lo­gisch prob­le­ma­ti­sche Bau- und Tou­ris­mus­pro­jek­te vor­geht. Es ist vor al­lem an der me­xi­ka­ni­schen Pa­zi­fik­küs­te nörd­lich von Pu­er­to Vall­ar­ta im Bun­des­staat Na­ya­rit ak­tiv – ei­ner Re­gi­on, die zu den be­deu­tends­ten Tou­ris­mus­ge­bie­ten des Lan­des zählt.

Luis Pache­co und Héc­tor Chaclán aus Gua­te­ma­la – in­haf­tiert, weil sie an fried­li­chen Pro­tes­ten teil­ge­nom­men hat­ten. Foto: www.amnesty.org

Sa­ra­cho äu­ßert sich un­ter an­de­rem kri­tisch zur zu­neh­men­den Pri­va­ti­sie­rung und Be­bau­ung der Küs­ten­re­gi­on Na­ya­rits, ins­be­son­de­re im Ort San Fran­cis­co, bes­ser be­kannt als San Pan­cho. Dort ent­ste­hen im­mer mehr Lu­xus­im­mo­bi­li­en und Ho­telan­la­gen, die Feucht­ge­bie­te, Wäl­der und Le­bens­räu­me ge­fähr­den. Ein zent­ra­ler Kon­flikt ist das Im­mo­bi­li­en­pro­jekt Ysu­ri, das nach An­sicht von Um­welt­grup­pen ge­gen Bau­auf­la­gen ver­stößt und sen­sib­le Öko­sys­te­me be­droht. Sa­ra­cho und sei­ne Mit­strei­ter war­nen vor den öko­lo­gi­schen Fol­gen sol­cher Pro­jek­te und kri­ti­sie­ren zu­dem man­geln­de Tran­spa­renz und mög­li­che Kor­rup­ti­on. Zwar wur­de das ur­sprüng­li­che Bau­pro­jekt nach ei­ner über­ar­bei­te­ten Um­welt­ver­träg­lich­keit­sprü­fung im Ap­ril 2026 ver­klei­nert und um zu­sätz­li­che Schutz­auf­la­gen für das an­gren­zen­de Feucht­ge­biet so­wie die Küs­ten­zo­ne er­gänzt, den­noch bleibt das Vor­ha­ben wei­ter­hin stark um­strit­ten. Die Ak­ti­vis­ten wer­fen den Be­hör­den und Ent­wick­lern vor, Um­welt­auf­la­gen nicht aus­rei­chend zu be­rück­sich­ti­gen und die lo­ka­le Be­völ­ke­rung zu we­nig ein­zu­be­zie­hen. Trotz an­hal­ten­der Kri­tik sei­en die Bau­ar­bei­ten wie­der auf­ge­nom­men wor­den.

Be­reits zu­vor hat­te Sa­ra­cho ge­gen ähn­li­che Vor­ha­ben pro­tes­tiert und war da­durch wie­der­holt un­ter Druck ge­ra­ten. Mit sei­nem En­ga­ge­ment nah­men auch die Ein­schüch­te­rungs­ver­su­che ge­gen ihn zu: Er wur­de Ziel von Ver­leum­dungs­kam­pag­nen. So wur­de ihm un­ter an­de­rem vor­ge­wor­fen, ei­nen Im­mo­bi­li­en­in­ves­tor er­pres­sen zu wol­len. In so­zi­a­len Me­di­en gab es Kam­pag­nen ge­gen ihn, zeit­wei­se wur­den so­gar sei­ne Ac­counts ge­sperrt.

Auf­grund der zu­neh­men­den Be­dro­hun­gen er­hielt er im Rah­men staat­li­cher Schutz­maß­nah­men ei­nen Alarm­knopf, Über­wa­chungs­ka­me­ras und Si­cher­heits­mau­ern, die den Zu­gang zu sei­nem Haus er­schwe­ren. Trotz die­ser Vor­keh­run­gen wur­de Sa­ra­cho am 11. März 2026 Op­fer ei­nes At­ten­tats. Am Mor­gen wur­de er von ei­nem mas­kier­ten Tä­ter vor sei­nem Wohn­haus in San Pan­cho an­ge­schos­sen und schwer ver­letzt. Ob­wohl Sa­ra­cho den Alarm­knopf be­tä­tig­te, tra­fen die Si­cher­heits­kräf­te erst mehr als eine Stun­de spä­ter ein. Sa­ra­cho über­leb­te den An­griff, muss­te je­doch ope­riert wer­den.

Die Über­wa­chungs­ka­me­ra zeich­ne­te das At­ten­tat auf und er­fass­te da­bei auch das un­mas­kier­te Ge­sicht des Tä­ters. Das Vi­deo­ma­te­ri­al wur­de ver­öf­fent­licht; zu­dem setz­ten die Be­hör­den eine Be­loh­nung von 100.000 Pe­sos (et­was we­ni­ger als 5.000 Euro) für Hin­wei­se aus, die zur Er­grei­fung des Tä­ters füh­ren.

Be­droh­te Um­welt­ak­ti­vis­ten – ein wie­der­keh­ren­des Mus­ter in La­tein­ame­ri­ka

Der Fall Sa­ra­cho zeigt ein Mus­ter, das auch in an­de­ren la­tein­ame­ri­ka­ni­schen Staa­ten zu fin­den ist. Sei­ne Brü­der im Geis­te sind die bei­den In­di­ge­nen Luis Pache­co und Héc­tor Chaclán aus Gua­te­ma­la. Die bei­den wa­ren Ver­tre­ter der 48 Kan­to­ne von To­to­ni­capán, ei­ner in­di­ge­nen Selbst­ver­wal­tungs­or­ga­ni­sa­ti­on der K’iche‘-Maya, der größ­ten in­di­ge­nen Volks­grup­pe in Gua­te­ma­la. Die Or­ga­ni­sa­ti­on setzt sich un­ter an­de­rem für Land- und Ge­mein­de­rech­te, Schutz na­tür­li­cher Res­sour­cen und po­li­ti­sche Teil­ha­be ein. Pache­co und Chaclán wur­den im Ap­ril 2025 fest­ge­nom­men, nach­dem sie an fried­li­chen Pro­tes­ten teil­ge­nom­men hat­ten, und be­fin­den sich seit­her in Un­ter­su­chungs­haft. Ge­gen sie wer­den schwe­re Vor­wür­fe wie „Ter­ro­ris­mus“ und „Bil­dung ei­ner kri­mi­nel­len Ver­ei­ni­gung“ er­ho­ben. Am­nesty In­ter­na­ti­o­nal stuft bei­de als ge­walt­lo­se po­li­ti­sche Ge­fan­ge­ne ein und kri­ti­siert die Ver­fah­ren als Ver­such, Pro­test­ie­ren­de ein­zu­schüch­tern.

Hon­du­ras: 2024 wur­de Juan López we­gen sei­nes En­ga­ge­ments für die Um­welt er­schos­sen. Foto: www.amnesty.de

Auch in Hon­du­ras wer­den Um­welt­ak­ti­vis­ten mas­siv be­droht. Der Um­welt­schüt­zer Juan López setz­te sich für den Schutz von Flüs­sen und Wäl­dern im Na­ti­o­nal­park Car­los Esca­le­ras Me­jía ein. Dort kämpf­te er ge­mein­sam mit an­de­ren Um­welt­schüt­zern ge­gen Berg­bau- und Ener­gie­pro­jek­te, die er­heb­li­che Ein­grif­fe in die Na­tur zur Fol­ge hät­ten. We­gen die­ses En­ga­ge­ments wur­de er be­droht und kri­mi­na­li­siert. Am 14. Sep­tem­ber 2024 wur­de Juan López in sei­nem Auto er­schos­sen. Zwar wur­den mut­maß­li­che Tä­ter fest­ge­nom­men, doch die Hin­ter­män­ner des Mor­des sind bis­her un­be­hel­ligt ge­blie­ben.

Die ko­lum­bi­a­ni­sche Um­welt­ak­ti­vis­tin Jani Sil­va lebt in der Ama­zo­nas­re­gi­on un­ter stän­di­ger Be­dro­hung. Foto: © Am­nesty In­ter­na­ti­o­nal / ANZ­ORG

Die ko­lum­bi­a­ni­sche Um­welt­ak­ti­vis­tin Jani Sil­va lebt in der Ama­zo­nas­re­gi­on Pu­tu­ma­yo, ei­nem der ar­ten­reichs­ten Ge­bie­te der Erde. Mit der Or­ga­ni­sa­ti­on ADISPA en­ga­giert sie sich für den Schutz des Re­gen­wal­des, nach­hal­ti­ge Land­wirt­schaft und die Rech­te von mehr als 700 bäu­er­li­chen Fa­mi­li­en. We­gen ih­res En­ga­ge­ments wur­de sie mehr­fach be­droht: Am­nesty In­ter­na­ti­o­nal do­ku­men­tier­te Mord­dro­hun­gen, Ein­schüch­te­run­gen und be­waff­ne­te An­grif­fe. Ob­wohl der Staat Schutz­maß­nah­men für sie ein­ge­rich­tet hat, lebt sie wei­ter­hin un­ter stän­di­ger Be­dro­hung.

Die pe­ru­a­ni­sche Bäu­e­rin Máxi­ma Acuña kämpft trotz mas­si­ver Ein­schüch­te­run­gen ge­gen ein Berg­bau­pro­jekt, das Was­serquel­len in ih­rer Re­gi­on be­droht. Foto: amnesty.de, © Raúl García Pe­rei­ra

Wie ris­kant der Ein­satz für Um­welt- und Men­schen­rech­te be­son­ders im rohs­toffrei­chen Ama­zo­nas­ge­biet ist, zeigt auch das Schick­sal des bra­si­li­a­ni­schen Ak­ti­vis­ten Bru­no Pe­rei­ra. Er hat­te sich im Ja­va­ri-Tal im Wes­ten Bra­si­li­ens für Um­welt­schutz und die Rech­te in­di­ge­ner Be­völ­ke­rungs­grup­pen ein­ge­setzt und des­we­gen Mord­dro­hun­gen er­hal­ten. Im Juni 2022 wur­de er ge­mein­sam mit dem bri­ti­schen Jour­na­lis­ten Dom Phil­lips er­mor­det. Phil­lips hat­te jah­re­lang über die Be­dro­hung in­di­ge­ner Völ­ker so­wie die fort­schrei­ten­de Zerstö­rung des Re­gen­wal­des be­rich­tet.

Bru­no Pe­rei­ra, en­ga­giert im Um­welt­schutz und Ver­tei­di­ger der Rech­te in­di­ge­ner Völ­ker, und der bri­ti­sche Jour­na­list Dom Phil­lips wur­den nach Mord­dro­hun­gen 2022 im Wes­ten Bra­si­li­ens um­ge­bracht. Fo­tos: © survivalinternational.de

Auch Peru ge­hört zu den Län­dern, in de­nen Um­welt­ak­ti­vis­ten be­droht wer­den. Der Um­welt­ver­tei­di­ger Hipóli­to Quis­pe Huamán wur­de 2025 im Ama­zo­nas­ge­biet er­schos­sen. Er hat­te sich ge­gen il­le­ga­len Berg­bau und die Zerstö­rung des Na­ti­o­nal­re­ser­vats Tam­bo­pa­ta ein­ge­setzt. Nach sei­nem Tod kri­ti­sier­ten lo­ka­le Or­ga­ni­sa­ti­o­nen die man­gel­haf­ten Schutz­maß­nah­men des Staa­tes.

Peru: Der Um­welt­ver­tei­di­ger Hipóli­to Quis­pe Huamán wur­de 2025 im Ama­zo­nas­ge­biet er­schos­sen. Foto: facebook.com

Ein wei­te­res be­kann­tes Bei­spiel aus Peru ist Máxi­ma Acuña. Die Bäu­e­rin kämpft ge­gen ein gro­ßes Berg­bau­pro­jekt, das Was­ser­quel­len in ih­rer Re­gi­on be­droht. Trotz mas­si­ver Ein­schüch­te­run­gen, Ge­walt ge­gen sie und ihre Fa­mi­lie so­wie ju­ris­ti­schem Druck blieb sie auf ih­rem Land und wur­de zu ei­nem Sym­bol des Wi­der­stands.

Am­nesty In­ter­na­ti­o­nal for­dert stär­ke­re Schutz­maß­nah­men für Um­welt­ak­ti­vis­ten und ein ent­schlos­se­nes Vor­ge­hen ge­gen die Tä­ter. Ein wich­ti­ger Schritt dazu ist das Escazú-Ab­kom­men, ein in­ter­na­ti­o­na­les Um­welt- und Men­schen­rechts­ab­kom­men für Län­der in La­tein­ame­ri­ka und der Ka­ri­bik. Es wur­de 2018 be­schlos­sen und trat 2021 in Kraft. Es ver­pflich­tet die Bei­tritts­staa­ten, Um­welt­in­for­ma­ti­o­nen öf­fent­lich zu­gäng­lich zu ma­chen, die Be­völ­ke­rung an Um­welt­ent­schei­dun­gen zu be­tei­li­gen und den Zu­gang zu Ge­rich­ten bei Um­welt­kon­flik­ten zu ver­bes­sern. Be­son­ders wich­tig ist Ar­ti­kel 9, der die Staa­ten ver­pflich­tet, Um­welt- und Men­schen­rechts­ver­tei­di­ger zu schüt­zen. Me­xi­ko und Ko­lum­bi­en sind be­reits Ver­trags­staa­ten. Der Ra­ti­fi­zie­rungs­pro­zess von Bra­si­li­en und Peru dau­ert noch an, wäh­rend Gua­te­ma­la trotz Un­ter­zeich­nung er­klärt hat, das Ab­kom­men nicht ra­ti­fi­zie­ren zu wol­len. Auch Hon­du­ras ist dem Ab­kom­men bis­her nicht bei­ge­tre­ten.

Der Schutz der Um­welt in La­tein­ame­ri­ka bleibt un­trenn­bar mit dem Schutz je­ner Men­schen ver­bun­den, die ihr Le­ben da­für ris­kie­ren.